Montag, 9. März 2015

good time



Endlich ein neuer Blogeintrag! Seit schon fast einem Monat sind wir nun wieder auf der Nordinsel und genießen die Reste des Sommers. :-)
Als wir in Wellington mit der Fähre anlegten, guckten wir uns in der Umgebung noch einige Herr der Ringe Drehorte an, wie z.B. Bruchtal, Isengard und das Tal der Toten. Außerdem fuhren wir runter zu dem wunderschönen Cape Palliser, dem südlichsten Punkt der neuseeländischen Nordinsel. 
 
Sonnenuntergang am Cape Palliser
Dort verbrachten wir die Nacht mal wieder an einem tollen Platz direkt am Meer, wo man Surfer beobachten und tolle Muscheln sammeln konnte. Nachts bot sich einem dann noch ein atemberaubender Sternenhimmel.



Ein paar Tage danach, trafen wir in einem Kaff mitten im Nirgendwo auf vier andere deutsche Backpacker: Emmi und Ben sowie Felix und Fritz, die sich erst ein paar Tage zuvor zusammengetan hatten. Am nächsten Tag wollten die vier sich nach Osten aufmachen, wir nach Westen. Da wir aber alle Richtung Norden unterwegs sind, haben wir Felix und Fritz vorgeschlagen, doch auch bei der Frau zu wwoofen, bei der wir ab dem 17. mal wieder wwoofen würden. Den Platz hatten wir selber von den anderen vier Würzburger Jungs empfohlen bekommen und wusste, dass dort immer mehrere Leute gleichzeitig wwoofen. Emmi und Ben wollten währenddessen eine Freundin aus Auckland abholen.

Am 17. dann, trafen wir in der Nähe des Tongariro National Parks bei der alleinstehenden, Mitte 50-jährigen Karen ein. Wir behalten sie als total herzlichen, aber auch gestressten und überarbeiteten Menschen in Erinnerung. Außerdem lernten wir noch Malcolm, den „Partner“ mit seiner rauen Raucherstimme, sowie anfangs zwei Franzosen und eine Deutsche kennen. Die Arbeit bestand aus morgendlichem Blaubeerpflücken, da Karen eine kleine Blaubeerplantage besitzt, sowie nachmittäglichem sortieren der Blaubeeren. Abends kamen wir sogar manchmal in den Genuss, den selbstgemachten Blaubeerwein zu probieren und am Morgen die selbstgemachte Marmelade.
Die nachmittäglichen Stunden machten wir extra, um uns einen Tag frei nehmen zu können, damit wir das nahegelegene Tongariro Crossing machen konnten.
Ein paar Tage nach uns, kamen dann auch noch Fritz und Felix, sowie ein Koreaner namens Bruce dazu. Untergebracht waren wir alle in einem großen, alten, urigen Post Office gegenüber.

das alte Postamt

Am folgenden Freitag, starteten wir gemeinsam mit den beiden Franzosen dann frühmorgens die 20km lange Wanderung des Tongariro Crossings.
 
Teil des Tongariro Crossings
 

Montag bekamen wir dann noch Zuwachs von einem weiteren „bloody German“, wie Malcolm es sagen würde („noch ein weiterer verdammter Deutscher!“ Was natürlich nicht böse gemeint war). Die Franzosen und die eine Deutsche waren mittlerweile wieder weitergezogen und so bestand unsere lustige Crew noch aus Felix, Fritz, Lucas, Torben, Bruce und seiner Freundin und mir. Zudem machten wir ab und zu noch Bekanntschaft mit den Gästen aus Karens Bed&Breakfast, die auch aus aller Welt zu kommen schienen. Abgerundet hat das Ganze dann noch der halbe Zoo, bestehend aus einem Lama, einem Schwein das den maorischen Namen Kai trägt und übersetzt Essen bedeutet, 3 aufgedrehten Hunden und einer weißen Laufente.

Jana, Lucas, Torben, Felix, Fritz


Nach 11 Tagen wwoofen, reisten wir zusammen mit Felix und Fritz weiter nach Taupo. Dort verbrachten wir einige Tage auf einem Campingplatz direkt am blauen, kristallklaren Fluss. Der Campingplatz zählt definitv zu meinen Favoriten in Neuseeland. Denn zum Glück hatten wir jeden Tag tolles, warmes Wetter und verbrachten die Zeit damit, uns mit einem Seil, das an einem Baum am Ufer hing, in den Fluss zu schwingen, Karten zu spielen, bisschen schnacken und einfach nichts tun. 

Flussufer in Taupo

Schließlich hatte ich in Taupo noch einen Fallschirmsprung gebucht, welcher ein unvergessliches Erlebnis war! Das Gefühl aus einem fast 5000m hohen Flugzeug zu springen war Adrenalin pur. 

56 Sekunden freier Fall

Am Abend des Fallschirmsprungs wurden wir damit überrascht, dass Emmi und Ben zusammen mit deren Freundin Marett ebenfalls in Taupo auf dem Campingplatz auftauchten.

In Taupo genossen wir außerdem noch die örtlichen, natürlichen heißen Quellen, die wirklich echt heiß waren. Am 4. Tag verabschiedeten wir uns wieder von den 3 Münchenern und machten uns mit Felix und Fritz auf nach Rotorua, wo die Erde besonders thermal und vulkanisch aktiv ist. Dort guckten wir uns Wai-o-tapu an, einen thermalen Park mit vielen blubbernden Kratern, bunten Seen und Geysieren.

der Geysier "Lady Knox"


In Rotorua selbst, trifft man immer wieder auf Löcher im Boden, wo Schwefeldampf entweicht und es daher an vielen Plätzen in der Stadt nach faulen Eiern riecht.

Nach Rotorua ging es weiter nach Matamata, wo sich Hobbiton befindet, also der Drehort vom Auenland in den Herr der Ringe und Hobbit-Filmen. Da sich unser allererster Wwoofingplatz auf der Ziegenfarm dort in der Nähe befindet, schauten wir dort nochmal kurz auf einen Besuch vorbei. Torben hatte dabei die Gelegenheit nochmal die Ziegen zu melken und ich bewunderte das reife Gemüse im Garten, welches ich 5 Monate zuvor gepflanzt hatte. Es war schon ein bisschen komisch aber trotzdem schön wieder dort zu sein, denn inzwischen hatte man so viel gesehen und so viel erlebt. 


Gestern dann, holte uns endlich der Bus aus Matamata ab, der uns nach Hobbiton bringen sollte. Die geführte Tour dauerte 2 Stunden und man bekam sogar ein freies Bier im „grünen Drachen“. Die ganze Atmosphäre im Auenland war (trotz der anderen vielen Touris) so entspannt, als wäre man direkt in das friedliche Leben der Hobbits reingestolpert. 

Bierchen im "green Dragon"

Nun genießen wir noch die restlichen 2 einhalb Wochen in Neuseeland, bevor es dann noch für eine Woche nach Sydney geht und dann schon wieder zurück nach Deutschland.


Bis bald Torben & Jana


Bilbos Heim
  

Sonntag, 8. Februar 2015

See ya, Sandlfies?!

Mit dem Fijordland hatten wir dann auch erstmal das schlechte Wetter hinter uns gelassen und verbrachten einige Tage in den Catlins. Die „Wrack-Küste“ erinnerte uns ziemlich an die Ostsee mit ihren vielen Dünen. Einen Abend verbrachten wir bei der Curio-Bay, wo wir nachmittags Delphine beim Spielen beobachten konnten J Abends machten wir uns dann auf die Suche nach den endemischen Gelbaugenpinguinen, wo zur Zeit jeden Abend der Papa vom Jagen aus dem Meer zurückkommt um seine Jungen zu füttern. Wir hatten dabei das Glück, dass nach kurzer Zeit ein Pinguin keine 5 Meter entfernt von uns entlang gewatschelt ist und dann vor unseren Augen seine beiden Kinder gefüttert hat („ohh wie süüüüß!“).

da hat noch jmd. Hunger ;)
Catlins


Nach den Pinguinen ging es dann weiter nach Dunedin, einer Stadt mit ziemlichen vielen viktorianschen Gebäuden. Dunedin, in einer Bucht am Pazifik gelegen, gefiel uns beiden sehr und ist in unser Top 3 der „Städte“ in NZ. Danach ging es weiter zu den Moeraki Boulders  wo wir bei Fish and Chips  und Cider meinen Geburtstag genossen :)

Lecker!


Moeraki Boulders im Sonnenaufgang

Die vorerst letzte Nacht an der Ostküste verbrachten wir in Oamaru, wo abends Zwergpinguine über die Straße laufen (Ja, die laufen wirklich mitten über die Straße!). Gerade wie sie laufen ist sehr amüsant, da sie sich ziemlich weit nach vorne legen müssen ;) 



Danach ging es dann über Omarama und den Lake Ohau, bei dessen kristallklarem Wasser wir einen gemütlichen Nachmittag verbrachten, zum Mount Cook. Das ist der mit 3754 Metern höchste Berg in Neuseeland. Zum Gipfel hat es dann aber doch nicht ganz gereicht, wir haben uns mit ner mehrstündigen Wanderung zu nem Gletscher See begnügt, aber die Aussicht war auch nischt schlecht J Am nächsten Morgen merkten wir was für ein Glück wir mit dem Wetter gehabt hatten, weil der Mount Cook war einfach weg. Irgendwo hinter nen grauem Vorhang verschwunden^^

Mount Cook aus einiger Entfernung


Das Wetter blieb leider… bescheiden, daher musste mein Segelflug in Omarama am 31. Januar leider ausfallen… Trotz ebenso bescheidener Aussichten für den 1. Februar, reservierten wir einen Flieger für den nächsten Tag.  Der Sonntag war dann ein gutes Beispiel dafür wie viel Wetterberichte wert sind ;) Trotz geringer Basis (ziemlich tiefe Wolken, nicht so gut fürs Segelfliegen) ging es um eins dann mit Milan, meinem ungarischen Fluglehrer, in die Luft. Trotz anfänglicher Probleme entwickelte sich das Wetter immer mehr zum Besseren und ermöglichte traumhafte Blicke über die vielen türkisblauen Seen und die Berge. Nach zweieinhalb Stunden, wo mein Flug eigentlich vorbei sein sollte entschied Milan auf eigene Kosten den Flug zu verlängern. Danach flogen wir dann noch Welle (sehr gut zum Segelfliegen, da man dadurch ziemlich an Höhe gewinnt, wie ein ziemlich großer Fahrstuhl) und mussten uns noch externen Sauerstoff „in die Nase stecken“, da die Luft auf 4000m ziemlich dünn wird ;) Alles in allem war der Flug einfach unglaublich und deutlich besser als ich mir das vorstellen konnte, daher hier nochmal einen großen Dank an die Famile, die den Flug möglich gemacht hat :)

Lake Ohau


Danach ging es dann nach Christchurch, wo wir mehrere Tage mit den Bayern am Coes Ford, einem netten Freedom Campsite, verbrachten. Jetzt sitzen wir gerade in Kaikuora wo uns gerade mitgeteilt wurde, dass die Whale Watching Touren für heute leider ausfallen, da der Seegang zu hoch ist :/ Aber Delpfine haben wir von der Küste aus beobachten können und ein dunkler Fleck könnte auch ein Wal gewesen sein… :P


Für uns geht es jetzt morgen wieder auf die Nordinsel, wo wir bald unser letztes Mal Wwoofen können ;) Tschüss Südinsel, wir werden dich, aber nicht die Sandflies vermissen :)

Freitag, 23. Januar 2015

West Coast

Heyho! Ist schon 'n bisschen her, dass ihr das letzte mal von uns gehört habt, aber irgendwie sind wir in den letzten Wochen einfach nicht dazu gekommen nen neuen Post zu schreiben. Obwohl es eigentlich genug Stoff dafür gäbe... Mittlerweile sind wir schon im tiefen Süden der Südinsel angelangt und haben die Westküste, sowie das schöne Fiordland hinter uns gelassen. 

schöner Wald im Fiordland
Der erste Stopp auf unserem Weg war bei den Nelson Lakes, wo wir ein bisschen herumwanderten und Fotos gemacht haben. 


Weiter gings am nächsten Tag zu den Pancake Rocks, die so heißen, weil sich irgendjemand wohl mal gedacht hat, dass diese Felsen aussehen wie aufgeschichtete Pfannkuchen.
Außerdem befinden sich darunter und dazwischen viele kleine Höhlen, wo das Meer darunter brodelt und durchspritzt.





Somit waren wir an der Westküste angelangt, die von so vielen Leuten die wir getroffen haben, so umschwärmt war, wohingegen die Ostküste eher langweilig sein solle. Unterwegs hielten wir immer wieder in den kleinen Städtchen an, die ursprünglich entstanden sind, weil dort Gold gefunden wurde. Heute sind diese dagegen eher einsam und verlassen. Für uns allerdings sind die kleinen Örtchen unverzichtbar, da wir spätestens jeden zweiten Tag unser Trinkwasser auffüllen müssen. Einkaufen müssen wir dank unseren gebunkerten Vorräten nur ab und zu neues Toast und Obst für den morgendlichen Haferbrei.

Also führte unser Weg uns weiter zu den beiden, für Touristen am einfachsten zugänglichen Gletscher.
Morgens guckten wir uns den Franz Josef Gletscher an. Gegen Mittag fing es leider an zu regnen und da es die nächsten Tage nicht besser werden sollte, fuhren wir auch gleich zum nächsten, nicht weit entfernten Fox Glacier, den man auch von viel näher dran bestaunen konnte. Die Aussichtsplattform der Gletscher verändert sich ständig, da sie pro Tag etwa 1m wandern. Wenn man viel Geld ausgeben will, kann man auch erst mit einem Helicopter zum Gletscher fliegen, um dann darauf zu landen und eine geführte Tour mitzumachen.

der gute Franz Josef
 Das war's dann auch schon mit der sagenumwobenden Westküste! Man hätte sich durchaus wohl mehr Zeit nehmen können aber uns hats gereicht. Zwar waren die Stellen, die wir gesehen haben, auch echt eindrucksvoll aber ziemlich touristisch. Besonders zu dieser Zeit! Es ist Sommer und somit Hauptsaison. Auch auf den Straßen sind viel mehr gemietete Autos und Campervans unterwegs als sonst.

am Lake Wanaka
Für uns ging's dann weiter Richtung Süden nach Wanaka und Queenstown. In Wanaka genossen wir eine Nacht auf einem herrlich gelegenem Campingplatz am See und guckten uns die Stadt auch von einem kleinen Hügel von oben an.


Wenn man in Queenstown nicht grade vom höchsten Bungeejump der Welt springen, Fallschirmspringen, paragliden, Jetboat fahren oder sonst dergleichen machen möchte, ist die Stadt auch in einem Tag angeguckt. Aber noch sind wir mit unseren Touri-Tagen nicht durch! Als letztes steht das Fiordland mit seinem populärsten Fjord, dem Milford Sound aufm Plan!
Wir hatten eine eineinhalb stündige Bootstour auf dem Fjord gebucht, die sich auch echt gelohnt hat. Außerdem gab's gratis Tee und Kaffee, soviel man wollte! :D Okay, davon abgesehen war es wieder ein Regentag, welches dieses Mal sogar gut war. Denn durch die Regengüsse liefen überall an den Felsen kleine Wasserfälle und Rinnsale herunter. Besonders eindrucksvoll war das aufm Rückweg von der Straße aus zu beobachten.



Eigentlich wollten wir uns den Fiordland Nationalpark auch noch bei ein paar Wanderungen angucken, aber leider hat es so gut wie jeden Tag in Strömen geregnet. Somit sind wir viel schneller als erwartet voran- und im Süden angekommen.

Das war's jetzt erstmal, bis zum nächsten Mal!
Torben&Jana




Dienstag, 6. Januar 2015

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Hallo liebe Leute!

Wir sind gut ins neue Jahr reingerutscht und ihr?
Seit ein paar Tagen sind wir endlich durch mit unserem Beerenpflückerjob, 2 Wochen eher als gedacht. Morgen treten wir dann also unsere Weiterreise, die Westküste runter, an.




 Dieser Post blickt eigentlich nur so ein bisschen auf die vergangenen 2 Wochen zurück, in denen im Großen und Ganzen nicht sooo viel passiert ist.
An Weihnachten haben wir uns das erste mal hier fish'n'chips gegönnt, war richtig lecker! Außerdem haben wir noch ein bisschen das schöne Wetter genossen und sind zum Strand gegangen. Da habe ich mir doch glatt an Weihnachten 'nen Sonnenbrand geholt! Wer kann das schon von sich sagen?! :D


Die restlichen Tage haben wir eigentlich jeden Tag ab 6:30 Uhr bis irgendwann Mittags/Nachmittags gearbeitet und den restlichen Tag mit Nichtstun verbracht.
Silvester trafen wir uns mit 2 anderen deutschen "Arbeitskollegen", sowie Klaas und Pick in Nelson zum feiern. Leider gab es in Nelson kein einziges Feuerwerk. Eigene Feuerwerke sind hier sowieso verboten, aber nicht mal ein großes gab es.
Außerdem haben wir noch 2 andere Backpacker getroffen, denen wir vorher schon zweimal zufällig begegnet sind. Hach, Neuseeland ist ja so klein!


weihnachtliches relaxen am Strand
Dann habe ich nach Neujahr die Gelegenheit in Nelson genutzt und mir ein Tattoo stechen lassen. Und was? Das typische Neuseeland-Symbol, einen Silberfarn. Den Farn findet man hier wirklich überall in Neuseeland. Egal, ob als Name einer Sportmannschaft, in Firmenlogos oder sonstwo. Eine gute Erinnerung wie ich finde und tat auch gar nicht so doll weh, wie erwartet! :p


Wir machen uns jetzt startklar für die Westküste, also bis zum nächsten Mal!

Torben & Jana




Montag, 29. Dezember 2014

Beim Zähneputzen fing alles an...


Nach der Woche wwoofen ging es für uns erstmal auf Arbeitssuche, dass hieß überall anhalten und nachfragen wo man villt was finden könnte. Das wiederum hieß erstmal Absagen, Absagen und Absagen zu hören aber um ehrlich zu sein hatten wir schon relativ schnell Glück und am Nachmittag hatten wir die Gewissheit: 
WIR HABEN EINEN JOB!!!
Bei dem Job handelt es sich um (unterbezahltes..) Brom- und Himbeeren pflücken und er sollte Ende der Woche losgehen. Da wir jetzt ja noch ein paar Tage Zeit hatten und ich sowieso noch zum „Friseur“ wollte besuchten wir die Bayern, welche bei Motueka am wwoofen waren. Unter dem Motto So kurz wie nötig, so lang wie möglich!!! schnitt Simon mir dann die Haare. Meine neue Friseur würde ich jetzt als… praktisch bezeichnen ;)

Da die Jungs den Plan hatten den Abel Tasman Great Walk von Mittwoch bis Freitag zu laufen und wir jetzt ja Zeit hatten entschlossen wir uns spontan mitzulaufen. Mit Spagetti-Dosen und 16$ Zelten bewaffnet ging es dann am Mittwochmorgen los…


Gleich geht´s los!


Der Plan sah so aus, dass wir zunächst mit dem Wassertaxi bis ca. zum Ende kutschiert werden und dann zurück laufen. Das Wetter sah bestens aus, Nieselregen!..... Die Bootsfahrt stellte sich als sehr ruppig raus, hatte aber einige lustige Momente :) Danach hieß es dann Schuhe aus und ab über den Strand zur ersten Hütte um da zu warten bis es trocken war, da unser Campingplatz nur 5-6 km weg war. Frisch gestärkt und nach einigen Runden Skippo ging es dann zum eben erwähnten Campingplatz und es wurden die guten Zelte aufgebaut. Diese bestehen immerhin aus einer Schicht Stoff und sind mit dem Vermerk „Nicht Wasser-/Windfest“ beschriftet, also beste Voraussetzungen bei dem Wetter ;) 

Trotz sch.. Wetter immernoch wunderschön! ;)


Aber zum Glück hatten die Bayern aus dem Kiwi Cruise Control Lager eine Plane mitgenommen die reichte genau für beide Zelte, sonst wäre es echt nass geworden...
Flussüberquerung nur bei "Ebbe" möglich
Der nächste morgen begann dann mit der Überquerung einer Mündung/ einem Fluss, was nur bei Ebbe möglich war, wobei Ebbe nicht heißt, dass dann kein Wasser da ist. Aber das durchs Wasser waten hat eigentlich ziemlich Spaß gemacht! 
Nach dem wir dieses Stück geschafft hatten hat sich das Wetter deutlich gebessert und es schien sogar teilweise die Sonne ;) Den Rest des Tages hieß es laufen laufen laufen, über 20 km waren es Ende. Abends konnten wir unsere Zelte dann entspannter als am Vortag aufbauen und spannten die Plane nur zur Sicherheit über die Zelte. 


2. Nacht

Die letzen 17 km am nächsten Tag inklusiv Besuch des Kleopatrapools 
und kleinem Sprung ins Wasser gingen ziemlich Flott rum. Als kleines Fazit kann man aber sagen das sich das Geld fürs Wassertaxi und die Zeltplätze auf jeden Fall gelohnt hat und wir unseren ersten Great Walk trotz teilweise bescheidenen Wetter zusammen mit den Bayern sehr genossen haben ;)

Cleopatras Pool
Am Samstagabend wurde dann Phillipps Geburtstag gefeiert und am Ende gab es dann die letzte herzergreifende Verabschiedung -beim Zähneputzen-, da es das letzte Mal sein sollte,dass wir längere Zeit mit den Bayern verbringen :/ Aber mit sieht sich spätestens in Deutschland wieder!

Hiermit bedanken wir uns schonmal fürs Lesen dieses Jahr und hoffen, dass ihr nächstes Jahr weiter am Ball bleibt ;)
Bis dahin wünschen wir beide allen unseren Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr, wir rutschen schonmal vor…



Das Wetter besserte sich! Der Weg ging teilweise direkt am Strand entlang!
Mittagspause ;)

written by Torben ;)


Montag, 15. Dezember 2014

Servus Südinsel

Ok, jetzt ist es schon über 2 Wochen her, dass wir auf die Südinsel übergesetzt sind und seit dem ist  auch viel passiert hier! 

Marlborough Sounds, welche man mit der Fähre passiert
Immer wieder trafen wir uns mit den 4 erwähnten Jungs Kilian, Simon, Victor und Philipp und auf jedes Mal folgte auch ein langer, emotionaler, herzzereißender Abschied. :D

Unsere Art, den ersten Advent zu feiern (man beachte die Kerze!!!) :D
Also nach zwei Tagen in Picton, wo wir mit der Fähre ankamen, machten wir uns langsam auf den Weg nach Nelson, der nächstgrößeren Stadt. Unterwegs übernachteten wir wieder an tollen, einzigartigen Orten, wo wir ohne unser Auto womöglich gar nicht hinkommen würden.

Einfach mal den Moment genießen

Nach ein paar Tagen erreichten wir dann Nelson, wo für drei Nächte ein Autoparkplatz in der Stadt unser Stellplatz war. Immerhin trafen wir Philipp und Simon wieder, die in Nelson grade wwooften und mit denen wir das Centre of New Zealand erklommen, also den geografischen Mittelpunkt Neuseelands. Hört sich jedoch spektakulärer an als es ist. :D
Außerdem trafen wir uns noch mit 2 anderen Jungs aus unserem Abijahrgang, die ebenfalls in der Nähe wwooften. Mit Pick und Klaas also, machten wir auch noch eine Tagestour und starteten einen Teil des Abel Tasman Great Walks (Neuseeland hat 9 Great Walks, die ca. 40-70km lang und besonders schön sein sollen).

Abel Tasman Walk
Dieser Great Walk zum Beispiel, zeichnet sich durch Wege über traumhafte Strände und Küsten aus. Am Abend verbrachten wir die Nacht wieder wunderschön am Meer mit Bier und Lagerfeuer.


Am nächsten Tag dann, traten wir selber unseren nächsten Wwoofingplatz für die nächste Woche an. Mal wieder total abgelegen mitten im Nirgendwo begrüßten uns Esther und Lars, sowie deren 15 jähriger Sohn Marcus. Vor 12 Jahren sind sie aus Dänemark ausgwandert und leben seit dem hier und sprechen außerdem sogar ziemlich gut deutsch. Unsere Hauptaufgabe bestand für 3 Tage auf Haus und Hund Sam aufzupassen, während die Familie zur Absolventenfeier der Tochter nach Wellington fuhr. Für Sam war es das erste mal so lange Zeit ohne ein einziges Familienmitglied und die Traurigkeit war ihm auch spürbar anzumerken.

Sam
Am zweiten Tag bekamen wir Besuch von Kilian, Philipp, Simon und Victor um den 2. Teil des Hobbits noch mal anzusehen. Sobald die Familie wieder da war, ging es nämlich ab ins Kino zum 3. Teil, der grade frisch erschienen ist!

Jetzt haben wir den Hobbit in seinem Heimatland geguckt
Beim wwoofen zählten außerdem noch ein paar Gartenarbeiten zu unseren Tätigkeiten, wie Pflanen wässern, Broccoli, Zuccinis und Porree einpflanzen, eine Ziege melken und zuletzt noch den Zaun der Ziegenweide reparieren.

Die gemütliche Terrasse mit Blick auf den Fluss
Zu guter letzt die beste Nachicht: Endlich haben wir einen richtigen Job!!! Nachm wwoofen sind wir schließlich mal ein bisschen in der Gegend rumgefahren und haben bei verschiedenen Vineyards und Fruit Orchards angefragt, haben zwar überwiegend Absagen bekommen aber da der Sommer dieses Jahr spät dran ist und auch nicht so warm ist, hat die Beerensaison noch nicht angefangen und so starten wir Ende dieser/Anfang nächster Woche als Beerenpflücker. 

Torben & Jana

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Reise Reise

Nach der Brauerei hieß es erstmal unseren, naja meinen, “beer belly” wegzukriegen, so nen kleinen Bierbauch hatte man danach nämlich schon irgendwie.  Der grobe Plan war nun, in Ruhe runter nach Wellington zu reisen und dann mit der Fähre auf die Südinsel überzusetzen.


Die Tage nachm Wwoofen haben wir beinahe jeden Tag an einem anderen schönen Örtchen auf dem Weg verbracht. Die örtliche i-Site Information ist immer die erste Anlaufstelle. Dort kann man dann einfach nachfragen, wo man nachts kostenlos parken oder auch nicht parken kann. Meistens hat so ein Platz Zugang zu einer kostenlosen, öffentlichen Toilette. Wenn es keine i-Site im Ort gibt, dann fragt man eben andere Einheimische. So verbrachten wir unsere Tage mit irgendwelchen schönen, kleinen Wanderungen oder einfach lesend an einem gemütlichen Ort und die Nächte teilweise ganz allein an einem See, oder direkt 50m vom Meer entfernt. 


So gurkten wir also runter, hielten hier und dort mal an und guckten uns auch den einen oder anderen Drehort von Herr der Ringe an. Donnerstags von der Brauerei losgefahren, kamen wir Dienstag in Wellington an.


Unser Parkplatz hier war wieder direkt am Meer. Angekommen, war das Wetter ziemlich regnerisch und stürmisch, aber n kleiner Spaziergang an der steinigen Küste war trotzdem drin. Stürmisch war es allerdings jeden Tag. Wie es hier auch so schön heißt: Windy Wellington. Schöne Tage gab es dennoch auch, wo man endlich mal in kurzer Hose und T-Shirt rumlaufen konnte. Das Wetter ist echt unberechenbar hier in Neuseeland, manchmal hat man alle 4 Jahreszeiten an einem Tag….

Bei den Red Rocks in Wellington
Auf unserem Parkplatz standen zufällig noch 3 andere Campervans, die allesamt auch bei Kiwi Cruise Control gekauft wurden. Zwei davon gehörten 4 Jungs, die zusammen reisen und die ihre Autos sogar am selben Tag wie wir gekauft haben, so trifft man sich wieder (natürlich alles Deutsche). ;)  

Blick üer die Hauptstadt vom Mount Victoria
Da Wellington ja auch die ganzen Filmstudios beherbergt und außerdem auch Heimatort von Peter Jackson ist, mussten wir auf jeden Fall einen Tag als Herr der Ringe-Tour einlegen. Wir waren im Victoria Park, wo die Szene gedreht wurde, in der Frodo und die anderen Hobbits sich vor den Nazgul verstecken und außerdem noch im Weta Caves Filmmuseum, wo wir noch eine Tour hinter die Kulissen des Filmstudios machten. Also hauptsächlich bekamen wir ganz viele original Requisiten zu sehen, teilweise aus Herr der Ringe aber auch aus vielen anderen Filmen. 
Samstag schließlich nahmen wir dann die Fähre um 8:30 Uhr und ab jetzt geht unsere Reise auf der Südinsel weiter…
Vor dem Weta Caves Filmmuseum bei den drei Steintrollen
Im Victoria Park. Sieht in echt nicht ganz so wie im Film aus, der ganze Baum mit seiner Wurzel wurde nur animiert, trotzdem haben wir die Kuhle gefunden und uns auch mal ein bisschen "versteckt" (vor vorbeilaufenden Joggern)